Luisa Ancelotti: Wer war Luisa Gibellini, die erste Ehefrau von Carlo Ancelotti?

Wer nach Luisa Ancelotti sucht, meint in der Regel Luisa Gibellini, die langjährige erste Ehefrau des italienischen Fußballtrainers Carlo Ancelotti und Mutter von Katia und Davide Ancelotti. Der Name „Luisa Ancelotti“ ist dabei keine bloße Verwechslung: Zeitgenössische Medien verwendeten während der Ehe tatsächlich diese Namensform. Die spanische Sportzeitung AS überschrieb beispielsweise 2003 einen Bericht ausdrücklich mit „Luisa Ancelotti“.

Gibellini stand jedoch nicht nur als Ehefrau eines prominenten Fußballers und Trainers in der Öffentlichkeit. Sie betrieb selbst Sport, spielte unter anderem Fußball als Torhüterin und Softball, begeisterte sich für Tennis und erwarb 1999 einen Hubschrauber-Pilotenschein. Am 24. Mai 2021 starb sie im Alter von 63 Jahren nach längerer Krankheit.

Luisa Gibellini auf einen Blick

MerkmalBelegter Stand
NameLuisa Gibellini
Auch in Medien bezeichnet alsLuisa Ancelotti
Bekannt alsErste Ehefrau von Carlo Ancelotti
KinderKatia und Davide Ancelotti
SportSoftball und Fußball; außerdem Tennis-Begeisterung
FußballpositionTorhüterin
Hubschrauber-Pilotenschein1999 in Reggio Emilia
Gestorben24. Mai 2021
Alter beim Tod63 Jahre

Die Angaben zu Sport, Pilotenschein, Kindern und Todesalter werden unter anderem von La Gazzetta dello Sport, La Repubblica und Sky Sport Italia übereinstimmend berichtet.

Warum wird Luisa Gibellini als „Luisa Ancelotti“ gesucht?

Für eine saubere biografische Einordnung ist zunächst die Namensfrage wichtig. Italienische Berichte über ihren Tod und über die Familie nennen sie überwiegend Luisa Gibellini. Ältere internationale Berichte verwendeten dagegen auch den Nachnamen ihres damaligen Ehemanns.

Ein besonders eindeutiger Beleg stammt vom 10. Januar 2003. AS veröffentlichte damals den Artikel „Calvario en Arabia de Luisa Ancelotti“ und bezeichnete sie als Ehefrau des damaligen AC-Milan-Trainers Carlo Ancelotti. Damit lässt sich nachvollziehen, warum die Namensform bis heute in Suchanfragen auftaucht.

Es gibt dagegen keinen belastbaren Grund, aus „Luisa Ancelotti“ eine zweite, von Luisa Gibellini verschiedene Person aus Carlo Ancelottis unmittelbarem Familienumfeld zu machen.

Die Ehe mit Carlo Ancelotti

Luisa Gibellini begleitete Carlo Ancelotti über einen großen Teil seiner Laufbahn als Spieler und während der ersten Jahrzehnte seiner Trainerkarriere. Aus ihrer Ehe gingen zwei Kinder hervor, Katia und Davide Ancelotti.

Bei den Jahresangaben zur Beziehung unterscheiden sich rückblickende Berichte allerdings. Neuere Darstellungen nennen häufig 1983 bis 2008 als Zeitraum der Ehe oder Beziehung. Ein zeitgenössischer Bericht der Gazzetta dello Sport vom 7. Juli 2010 ist für die juristische Chronologie genauer: Demnach erschienen Carlo Ancelotti und Luisa Gibellini Ende Juni 2010 vor dem Gericht in Parma, um eine einvernehmliche Trennung zu formalisieren. Die Zeitung schrieb damals von mehr als 25 Ehejahren.

Deshalb ist es sinnvoll, zwischen dem Ende der Partnerschaft und der späteren rechtlichen Trennung zu unterscheiden, statt unterschiedliche Jahreszahlen ungeprüft miteinander gleichzusetzen.

Nach der Trennung heiratete Carlo Ancelotti 2014 Mariann Barrena McClay.

Katia und Davide: die beiden Kinder von Luisa Gibellini

Katia und Davide Ancelotti sind die beiden gemeinsamen Kinder von Luisa Gibellini und Carlo Ancelotti. Besonders Davide ist heute selbst eng mit dem professionellen Fußball verbunden.

Im September 2026 ist Davide Ancelotti Cheftrainer des französischen Erstligisten Lille OSC. Der Verein bestätigte seine Verpflichtung zum 1. Juni 2026 mit einem Zweijahresvertrag; Anfang Juli leitete er erstmals das Training der Mannschaft.

Damit hat er inzwischen eine eigenständige Trainerlaufbahn eingeschlagen, nachdem er zuvor jahrelang in Trainerstäben seines Vaters gearbeitet hatte. Auch der LOSC verweist in seiner offiziellen Vorstellung auf Stationen bei Vereinen wie Real Madrid, Bayern München und Paris Saint-Germain.

Katia Ancelotti ist ebenfalls die Tochter von Luisa Gibellini. Zeitgenössische und spätere Familienberichte nennen sie regelmäßig gemeinsam mit Davide als die beiden Kinder des Paares.

Luisa Gibellini war selbst sportlich aktiv

Eine der interessanteren, aber in Kurzbiografien oft fehlenden Informationen über Gibellini ist ihre eigene Verbindung zum Sport.

La Gazzetta dello Sport beschrieb sie 2021 als vielseitige Sportlerin: Sie spielte zunächst Softball als Catcherin, später Fußball als Torhüterin und war zudem eine leidenschaftliche Tennisspielerin. Laut der Zeitung übertrug sich ihre Begeisterung für Tennis auch auf Carlo Ancelotti.

Auch Sky Sport Italia und La Repubblica bestätigen ihre Vergangenheit als Fußballtorhüterin sowie ihre besondere Begeisterung für Tennis.

Das ist für ihre Biografie relevant, weil sie dadurch nicht lediglich als Begleiterin einer Fußballkarriere erscheint. Sport gehörte auch unabhängig davon zu ihrem eigenen Leben.

Der Hubschrauber-Pilotenschein von 1999

Am ungewöhnlichsten dokumentiert ist vermutlich ein anderer Teil ihrer Biografie: Luisa Gibellini konnte einen Hubschrauber fliegen.

Nach übereinstimmenden Berichten erwarb sie 1999 in Reggio Emilia den entsprechenden Pilotenschein, zu einer Zeit, als Carlo Ancelotti Juventus trainierte. Später flog sie ihren Mann wiederholt zwischen dem Familienwohnsitz im Raum Parma und dem Trainingszentrum Milanello.

Der Corriere della Sera berichtete, dass diese Flüge einen praktischen Hintergrund hatten: Ancelotti konnte dadurch den Straßenverkehr umgehen und mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Besucher des Milan-Trainingsgeländes seien deshalb mit dem Geräusch des von Gibellini geflogenen Hubschraubers vertraut gewesen.

Die Gazzetta nennt sogar ein konkretes historisches Beispiel. Nach dem berühmten Serie-A-Spiel Perugia gegen Juventus am 14. Mai 2000, bei dem Juventus nach einer vom Starkregen geprägten Partie die Meisterschaft noch an Lazio verlor, soll Gibellini Ancelotti mit dem Hubschrauber zurück ins Parmense gebracht haben.

Luisa Gibellini und Milanello

Durch diese Flüge wurde Gibellini insbesondere während Ancelottis Jahren beim AC Milan zu einer im Umfeld des Vereins bekannten Person.

Der Corriere della Sera erinnerte nach ihrem Tod daran, dass in den frühen 2000er-Jahren ein ankommender Hubschrauber in Milanello nicht zwangsläufig dem damaligen Milan-Präsidenten Silvio Berlusconi gehörte. Auch Gibellini flog regelmäßig zum Trainingszentrum.

Diese Episode erklärt zugleich, weshalb der Pilotenschein in nahezu allen seriösen italienischen Nachrufen hervorgehoben wurde: Er war keine abstrakte Qualifikation, sondern spielte im Alltag der Familie tatsächlich eine Rolle.

Wann starb Luisa Gibellini?

Luisa Gibellini starb am 24. Mai 2021 im Alter von 63 Jahren. Mehrere große italienische Medien berichteten noch am selben Tag über ihren Tod. Sie sei bereits seit längerer Zeit krank gewesen; unmittelbar zuvor habe sich ihr Zustand verschlechtert.

Carlo Ancelotti trainierte damals den FC Everton. Nach Evertons Saisonabschluss gegen Manchester City reiste er nach Italien, nachdem sich Gibellinis Gesundheitszustand verschlechtert hatte.

Über die konkrete Diagnose sollte ohne belastbare Quelle nicht spekuliert werden. Die seriösen zeitgenössischen Berichte beschränkten sich im Wesentlichen auf die Angabe, sie sei länger krank gewesen.

Wie Luisa Gibellini in Ancelottis Fußballgeschichte einzuordnen ist

Carlo Ancelottis Karriere führt von der AS Rom und dem AC Milan als Spieler über Trainerstationen bei Juventus, Milan, Chelsea, Paris Saint-Germain, Bayern München, Napoli, Everton und Real Madrid bis zur brasilianischen Nationalmannschaft.

Seit Mai 2025 trainiert er Brasilien; die CBF verlängerte seinen Vertrag im Mai 2026 bis zur Weltmeisterschaft 2030.

Luisa Gibellini erlebte einen erheblichen Teil dieser Laufbahn aus unmittelbarer Nähe: die letzten Jahre seiner Spielerkarriere, den Übergang ins Trainerfach sowie seine Zeit bei einigen der größten europäischen Klubs. Dennoch besteht ihre belegbare Biografie aus mehr als dieser familiären Verbindung. Ihre eigene Sportvergangenheit und besonders ihre Tätigkeit als Hubschrauberpilotin sind ungewöhnlich gut dokumentiert.

Gerade deshalb ist „Luisa Ancelotti“ als Suchbegriff etwas irreführend: Luisa Gibellini ist der Name, unter dem sich die verlässlichsten zeitgenössischen Informationen zu ihrer Person finden lassen.

Quellen

Zu den wichtigsten verwendeten Quellen gehören La Gazzetta dello Sport, insbesondere der Nachruf vom 24. Mai 2021 und der zeitgenössische Bericht über die Trennung von 2010, außerdem Corriere della Sera, La Repubblica, Sky Sport Italia sowie ein AS-Bericht von 2003 als direkter Nachweis für die Bezeichnung „Luisa Ancelotti“. Für den heutigen beruflichen Status von Davide Ancelotti wurden offizielle Veröffentlichungen des LOSC herangezogen; für Carlo Ancelottis aktuellen Vertrag als brasilianischer Nationaltrainer die Confederação Brasileira de Futebol.

siehe auch : Henry Günther Ademola Dashtu Samuel: Vom abgeschirmten Klum-Sohn zum eigenen Model

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