Michael Bram Pfleghar: Familie, Ausbildung und Karriere

Michael Bram Pfleghar ist ein 1982 geborener, in Norwegen tätiger Regisseur und Filmproduzent. Er ist der gemeinsame Sohn der Sängerin Wencke Myhre und des deutschen Film- und Fernsehregisseurs Michael Pfleghar. Beruflich tritt er häufig unter dem kürzeren Namen Michael Pfleghar auf. Deshalb lohnt sich bei der Recherche ein genauer Blick: Angaben über seinen Vater gehören nicht automatisch zu seiner eigenen Biografie. Das norwegische Unternehmensregister bestätigt seinen vollständigen Namen und das Geburtsjahr; ein ausführliches Interview mit Wencke Myhre dokumentiert die familiäre Verbindung.

Seine berufliche Laufbahn lässt sich auch unabhängig von seinen bekannten Eltern nachvollziehen. Zu den belegten Stationen gehören praktische Arbeit in der norwegischen Fernsehbranche, eine Filmausbildung in Los Angeles, Werberegie und die NRK-Produktion „Maks gass“. Die Quellen ergeben damit das Bild eines Filmschaffenden, der Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der Produktion gesammelt hat.

Zwei Generationen, ein ähnlicher Name

Michael Bram Pfleghars Vater wurde am 20. März 1933 in Stuttgart geboren und starb am 23. Juni 1991 in Düsseldorf. Bekannt wurde er insbesondere durch „Wünsch Dir was“ und „Klimbim“. Das biografische Nachschlagewerk Munzinger ordnet diese Lebensdaten und Fernseharbeiten eindeutig dem älteren Michael Pfleghar zu.

Für Leser ist diese Unterscheidung entscheidend. Ein Suchtreffer zu einer deutschen Unterhaltungssendung der 1970er-Jahre betrifft den Vater. Ein Bericht über einen norwegischen Werberegisseur, dessen Ausbildung 2004 begann, beschreibt dagegen den Sohn. Auch die Todesmeldung aus dem Jahr 1991 bezieht sich auf den Vater.

Seine Mutter wird in Deutschland als Wencke Myhre geführt, während norwegische Veröffentlichungen den Namen Wenche Myhre verwenden. Im Interview mit der norwegischen Zeitung Dagbladet spricht sie ausdrücklich über ihren Sohn Michael Bram und dessen Arbeit als Regisseur. Die unterschiedlichen Schreibweisen ihres Künstlernamens können deshalb bei der Suche nach Familieninformationen relevant sein.

Frühes Interesse am Filmemachen

Dass Pfleghar schon als Kind mit Kameras experimentierte, ist durch ein gemeinsames Interview mit seiner Mutter belegt. Der ursprünglich 2009 veröffentlichte Beitrag von „Her og Nå“ beschreibt, wie er Kameras an ferngesteuerten Fahrzeugen und Zweirädern befestigte. Im selben Gespräch erzählt er, dass er die Arbeiten seines Vaters später genauer kennenlernte und dessen Bedeutung als Inspiration besser verstand.

Der Bericht zeigt außerdem, dass Mutter und Sohn gemeinsam arbeiteten. Bei Werbedrehs übernahm Michael die Regie, während Wencke Myhre vor der Kamera stand. Sie beschrieb die Zusammenarbeit als berufliche Begegnung zwischen Kollegen. Zu diesem Zeitpunkt wurde er bereits als Regisseur und Filmproduzent vorgestellt; der Beitrag nannte auch seine Tätigkeit bei Jalla Film mit Philip Borgli. Diese Angaben beschreiben den damaligen Stand seiner Karriere.

Filmausbildung in Los Angeles

Eine besonders konkrete Quelle für seine Ausbildung ist die New York Film Academy. In einem am 5. April 2011 veröffentlichten Alumni-Interview erklärt die Filmschule, dass Pfleghar 2004 ihren zwölfwöchigen Abendkurs für Filmemacher besuchte. Ein norwegischer Branchenbericht bestätigt Los Angeles als Ausbildungsort.

Damit lässt sich die Ausbildung genauer beschreiben als mit der pauschalen Aussage, er habe in den USA Film studiert. Belegt ist ein zeitlich begrenzter, praxisorientierter Kurs. Ein mehrjähriger Hochschulstudiengang oder akademischer Abschluss wird dadurch nicht nachgewiesen.

Pfleghar berichtete der Filmschule, dass er zuvor bereits als Beleuchter in Norwegen gearbeitet hatte. Nach dem Kurs nutzte er vorhandene Branchenkontakte und zeigte Produzenten seinen Kurzfilm. Die ersten Regieaufträge waren kleinere Unternehmensfilme, später folgten Werbung fürs Internet und schließlich Fernsehspots. Das Interview dokumentiert diesen schrittweisen Einstieg aus seiner eigenen Perspektive.

Werbefilme und Fernsehen als berufliche Schwerpunkte

Im September 2009 meldete das norwegische Branchenmedium Kreativt Forum seinen Einstieg als Regisseur bei Small Film. Der Beitrag nennt frühere Tätigkeiten für norwegische Fernsehsender und Erfahrungen als Produktionsleiter, Beleuchter und Regisseur. Die Mitteilung beruhte auf Angaben des Produktionsunternehmens und ergänzt das spätere Interview der Filmschule.

Ein klar zuordenbarer Fernsehcredit ist „Maks gass“. Apple TV führt Michael Pfleghar als Regisseur der norwegischen NRK-Serie aus dem Jahr 2022. In der Sendung reisen Morten und Saft durch Norwegen und erkunden verschiedene Motorsportarten. Auch ein Showreel des beteiligten Postproduktionsunternehmens nennt ihn als Regisseur der ersten Staffel.

Am 11. Januar 2024 berichtete Kreativt Forum über seinen Einstieg bei Wemake. Der Artikel verwies auf Erfahrungen als Second-Unit-Regisseur bei größeren Spielfilmen und beschrieb Humor, Action sowie aufwendig gestaltete Werbefilme als wiederkehrende Elemente seiner Arbeit. Im Juli desselben Jahres wurde Pfleghar zudem als Regisseur von vier Filmen für den Baustoffanbieter Optimera genannt, produziert von Suburbia in Zusammenarbeit mit Wemake.

Für eine aktuelle Biografie ist allerdings eine Ergänzung nötig: Wemake meldet auf seiner Website inzwischen, dass das Unternehmen geschlossen wurde. Der Einstieg von 2024 ist daher eine belegte frühere Station. Aus dem damaligen Bericht lässt sich keine gegenwärtige Beschäftigung bei Wemake ableiten. Ein Datum der Schließung nennt die Website nicht.

Was Michael Pfleghar Productions belegt

Das offizielle norwegische Register führt „Michael Pfleghar Productions“ unter der Organisationsnummer 989 761 153 als Einzelunternehmen im Bereich Film-, Video- und Fernsehproduktion. Als Inhaber wird Michael Bram Pfleghar, Jahrgang 1982, genannt. Die Registrierung im zentralen Unternehmensregister erfolgte am 10. Mai 2006.

Dieser Eintrag verbindet den vollständigen Namen mit einer konkreten beruflichen Tätigkeit. Er liefert jedoch keine Grundlage für Behauptungen über sein persönliches Vermögen oder den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Produktionen. Ebenso ergab die Recherche keine hinreichend belastbaren Angaben zu einer aktuellen Ehe, Partnerschaft oder eigenen Kindern.

Fazit: Eine eigenständige Laufbahn hinter der Kamera

Michael Bram Pfleghar lässt sich sowohl als Sohn einer bekannten Künstlerfamilie als auch durch seine eigene berufliche Arbeit einordnen. Seine Ausbildung, Werbeproduktionen und Fernseharbeiten sind anhand konkreter Quellen nachvollziehbar. Wer seine Biografie verstehen möchte, sollte vor allem die beiden Generationen auseinanderhalten und ältere Unternehmensmeldungen zeitlich einordnen. So entsteht ein präziseres Porträt als durch eine bloße Aufzählung prominenter Familiennamen.

Mehr lesen Adrian von der Groeben: Der Sportkommentator im Porträt

Similar Articles

Comments

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Am beliebtesten